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Die Kraft der Sonne

Man muss ehrlich zugeben, dass wir uns wirklich viel Zeit beim Ausbau lassen. Wenn man überlegt, dass wir den Transporter letztes Jahr im Oktober gekauft haben, das sind schlappe 9 Monate.

Eine Photovoltaikanlage auf das Dach zu bauen und gleichzeitig die gesamte Elektrik anzuschließen war bisher eine unserer größten Herausforderungen. Aber wir wollen definitiv so autark wie möglich sein, das bedeutet, dass wir unabhängig von Campingplätzen sein und Strom mit reiner Sonnenenergie gewinnen möchten.

Warum habt ihr euch gegen Gas entschieden?
• Wir fahren dem Sommer immer entgegen. Im Januar fahren wir nach Südspanien und überwintern im Süden Europas, im Sommer werden wir in den Norden fahren, sodass wir den kalten und dunklen Monaten immer entfliehen. Heizen wird also kein großes Thema sein, dennoch haben wir für den Fall eine 200 Watt Infrarotheizung*, die über Strom läuft und nicht als Heizung erkennbar ist, sondern wie eine kleine Tafel aussieht.

• Sicherheit. Desweiteren fühlen wir uns ohne Gasflasche im Van einfach sicherer. Darüber kann man sich nun streiten, es gibt zig Wohnmobile, die nur mit Gas betrieben werden. Für uns ist es nicht das Richtige. Wenn schon ca. 1,4 – 9,3% des Inhalts der Gasflasche an die Luft im Van gelangen, kann es bereits zu einer Explosion kommen.

• Der durchschnittliche Verbrauch im Sommer für 6 bis 8 Wochen liegt bei 2 Flaschen Gas zu je 10 kg. Das bedeutet also, dass wir alle 6 Wochen Gasflaschen kaufen oder auffüllen lassen und in jedem Land Verkaufsstellen dafür suchen müssten. Da haben wir uns doch lieber für zwei Solarpanels á 100 Watt entschieden. Die Sache mit der Komfortzone.

Reichen zwei Solarpanels aus um den Stromverbrauch zu decken?
Diese Frage können wir momentan nicht zu 100 Prozent beantworten. Bisher laden wir unsere Handys des öfteren im Van, eine Musikbox und den Akku des Akkuschraubers. Unser Kompressorkühlschrank ist immer in Betrieb. Zur Zeit haben wir in Deutschland das Glück, dass wir die optimale Sonneneinstrahlung immer nutzen können und damit die maximale Kapazität der Versorgerbatterie jeden Tag erreichen, scheint danach weiterhin die Sonne, wird alles nur noch über die Solarpanels geladen. Ziemlich cool. Man setzt zwei Solarpanels dem Tageslicht aus und produziert damit so viel Strom, dass man einen Kühlschrank in Betrieb setzen und warm duschen kann. Aber auch das Induktionskochfeld wird über Strom betrieben, das ist wahrscheinlich der größte Stromverbrauch, den wir haben werden. Ein Heizstab sorgt dafür, dass wir den Luxus genießen werden, warm zu duschen. Im Hintergrund sieht man die Tür zum “Badezimmerchen”, dieses ist allerdings noch nicht fertig.

Induktionskochfeld

Die Küchenzeile zeigen wir noch ein mal, wenn sie komplett fertig ist. Sie wird noch mit einer gefliesten Wand erweitert. Ja, wir verlegen Fliesen in unserem Campervan, nicht nur an der Küchenzeile sondern auch im Bad. Das zulässige Gesamtgewicht darf 3,5 Tonnen nicht überschreiten. Wir wissen nicht welches Gewicht wir bisher erreicht haben. Es wird schon schief gehen.

Die Kompressorkühlbox.*
… funktioniert im Grunde genommen genau wie ein normaler Kühlschrank, nur dass der Stromverbrauch in Betrachtung zu der Kühlleistung extrem niedrig ist und die Kühlleistung unabhängig von der Außentemperatur ist. Im Auto können es also 40 Grad sein und wir können trotzdem ein Eis aus unserer Kühlbox essen, da sie sogar eine Gefrierfunktion hat. Der einzige Haken: der Preis.

Die Montage der Solarpanels war ziemlich einfach, wir haben uns für Flexsolarpanels* entschieden, diese sind sehr leicht und flexibel. Professionell sieht das ganze nicht aus und am Kleber und Silikon für die Montage haben wir auch nicht gespart, soll ja schließlich halten.
Der Kabelsalat im Inneren des Autos war allerdings eine andere Hausnummer und da können wir von Glück sprechen, dass wir einen Elektriker im Freundeskreis haben, der uns mit Rat und Tat zur Seite stand. Insgesamt haben wir 45 Meter Kabel verlegt.

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Bea

 

 

 

 

 

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